SV Edelweiß Arnstedt e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Sachsen-Anhalt-Pokal, 3.R (2011/2012)

SV Edelweiß Arnstedt   Haldensleber SC
SV Edelweiß Arnstedt 0 : 3 Haldensleber SC
(0 : 1)
1.Mannschaft   ::   Sachsen-Anhalt-Pokal   ::   3.R   ::   08.10.2011 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Christian Streit, Peter Freund, Rick Eilfeld, Enrico Mania, Christian Liegmann, Thomas Heißler

Rote Karten

Henrik Bettels (30.Minute)

Zuschauer

88

Torfolge

0:1 (24.min) - Haldensleber SC per Elfmeter
0:2 (57.min) - Haldensleber SC
0:3 (68.min) - Haldensleber SC

Spielbericht

Nunmehr fünftes Spiel, vierte Niederlage und nur ein Punkt. Haldensleben wird zumindest in diesem Jahr nicht mehr Arnstedts Lieblingsgegner. Und Dirk Simon nicht der Lieblingsschiedsrichter. "Ich habe bisher große Stücke auf Herrn Simon gehalten. Aber was er sich heute gedacht hat. Ich weiß es nicht", so Arnstedts Thomas Vollmann, der Trainer Mark Jonekeit auf der Bank vertrat, nach dem 0:3 im Achtelfinale des Landespokals. Was er meinte: In der 16. Minute verwehrte Simon nach einer Attacke gegen Christian Liegmann den Arnstedtern einen Strafstoß, den man hätte geben können (16.). Auf der anderen Seite sprach er Haldensleben einen Elfer zu, den man nicht hätte geben müssen (24.). Und dann zeigte der Mann aus Merseburg Arnstedts Henrik Bettels nach Foul an Jeton Spahija Rot, wo es sicherlich auch eine gelbe Karte getan hätte (31.).

Doch nicht nur in diesen drei Situationen fühlten sich Spieler und Zuschauer des gastgebenden Verbandsligisten ungerecht behandelt. Dass Pascal Matthias, der von Peter Freund gefoult worden sein soll, den Strafstoß selbst verwandelte, passte da ins Bild. Und so waren nach einer halben Stunde am Anger alle im Vorfeld angestellten taktischen Überlegungen für die Katz. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Spieler haben getan, was in ihren Kräften steht", so Vollmann weiter. Nachdem er seinem Unmut während des Spiels mehrfach lautstark Luft gemacht hatte, verwies ihn Schiedsrichter Simon auf Intervention von Assistentin Melanie Göbel der Bank. Das machte den Kohl zu der Zeit aber auch nicht mehr fett.

Arnstedt hatte gut begonnen und sich einige Erfolg versprechende Aktionen erarbeitet. Die Gäste versuchten es mit schnellen Angriffen über die linke Seite. Doch die Abwehr der Edelweißen stand sicher und hatte mit Marius Kansy einen starken Rückhalt. Nach Rückstand und Feldverweis versuchte Arnstedt bis zur Pause, den Schaden in Grenzen zu halten und hatte Glück, dass Martin Zander völlig frei das Tor verfehlte (42.).

Nach der Pause bliesen die Edelweißen zum Angriff. Doch der Kopfball von Christian Streit im Anschluss an Tobias Cramers Freistoß (46.) verpuffte ebenso, wie einige andere Standardsituationen. Dagegen hatten die Haldensleber nach ihrem zweiten Tor (52.), von Marcel Werner mit einem zur Unhaltbarkeit abgefälschten Schuss erzielt, später leichtes Spiel gegen die dezimierten Gastgeber. Diese rannten an, der HSC konterte schnell und ballsicher. Bestes Beispiel die 68. Minute: Freistoß Arnstedt, dem indes völlig die Präzision fehlte, Gegenstoß und 0:3 durch Marco Zöger. Damit waren alle Messen gesungen, auch wenn die Edelweißen mit den Einwechslungen von Thomas Heißler und Norman Aust noch einmal versuchten, die Offensive zu beleben. Es nützte alles nichts. Heißler hatte mit einem Kopfball in der 72. Minute die letzte Chance. Schon da riefen die Zuschauer dem Schiedsrichter zu, er solle abpfeifen. Dann hätte er es wenigstens hinter sich.


Quelle: MZ