SV Edelweiß Arnstedt e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Verbandsliga, 11.ST (2012/2013)

SV Edelweiß Arnstedt   Romonta Amsdorf
SV Edelweiß Arnstedt 0 : 0 Romonta Amsdorf
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Verbandsliga   ::   11.ST   ::   10.11.2012 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Markus Müller, Stefan Horlbog, Stefan Stein

Zuschauer

102

Doppelte Premiere im Derby

Wer hier das erste Tor schießt, gewinnt", meinte Arnstedts Sponsorenverantwortlicher Lutz Kegel. Am Ende gab es zwei Premieren zwischen den beiden Verbandsligisten Edelweiß und 1. FC Romonta Amsdorf. Zum ersten Mal hatte der Vergleich keinen Sieger und zum ersten Mal fielen keine Treffer. Doch es war ein 0:0 der besseren Sorte. Schade, dass das Wetter nicht mitspielte und nur 102 Zuschauer am Anger zusahen.
"Es war kein gutes Spiel", so Arnstedts Trainer Mark Jonekeit. Und: "Das hätten wir auch verlieren können. Insofern müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein." Sein Amsdorfer Kollege Ronald Wendler sagte: "Ich kann damit leben." Gleichwohl ärgerte er sich natürlich, dass der Treffer von Sirko Czarnetzki in der 75. Minute keine Anerkennung fand, weil eine Abseitsstellung vorgelegen haben soll. Von wem, wurde nicht ganz klar. Doch nicht nur in dieser Szene haderte Wendler mit Schiedsrichter Robert Päßler und seinen Assistenten. Letztlich verbannte Päßler in der Schlussphase der Partie hinter die Barriere des Spielfeldes. Warum er das nicht schon viel früher gemacht habe, wollte Arnstedts Co-Trainer Thomas Vollmann nach dem Abpfiff von Päßler wissen. Hätte er sicher gekonnt. Ob deshalb aber Christian Streit und Victor-Ramon Roldan-Arias in der 81. Minute getroffen hätten? Beide scheiterte an Amsdorfs Torhüter David Tretropp. Der war dieses Jahr schon einmal Spielverderber für Arnstedt. Damals trug er noch das Trikot der U 23 des HFC und bereitete als Feldspieler das 2:2 der Hallenser an Arnstedts Anger vor.

Die ersten 35 Minuten am Sonnabend gehörten ganz klar den Arnstedtern. Allerdings gab es nur wenige echte Torchancen. Eine der besten im ganzen Spiel überhaupt hatte Peter Freund in der 16. Minute nach Flanke von Markus Müller. Doch Freunds Kopfball sauste über das Tor. Nach einer halben Stunde war sich Piotr Hernacki mutig in den Schuss von Enrico Mania. Hernacki spielte in Amsdorfs Abwehrverbund eine überragende Partie. Wobei alle defensiv stark arbeiteten. Wegen des Fehlens von Martin und Robin Scheibe sowie Patrik Schlegel, Daniel Teubel und Piotr Dutkiewicz hatte Wendler neben Ersatzkeeper Robert Höllriegel nur noch Max Binsker auf der Bank. Umso erstaunlicher, was seine Schützlinge ablieferten. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte wurden sie etwas mutiger. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Czarnetzki nach dem Fehlpass von Roldan-Arias eine gute Chance. Vielleicht hätte er noch ein Stück weiter aufs Tor zulaufen sollen. So aber verpuffte der Schuss letztlich.

Nach Wiederanpfiff wurde die Partie intensiver geführt, wobei die Amsdorfer jetzt, zumindest optisch, im Vorteil waren. Chancenmäßig wurde Ausgeglichenheit hergestellt. Während Enrico Mania (55.) und Marcel Großmann (70.) das Tor verfehlten, verzeichneten die Amsdorfer Matthias Fenglers Schuss knapp neben das Tor (73.), Czarnetzkis nicht anerkannten Treffer sowie die Gelegenheit durch Max Binsker (86.). Streit und Roldan-Arias indes fanden bei ihrer Doppelchance in Tretropp ihren Meister. Arnstedts Routinier Peter Freund war jedenfalls stinksauer. "Wir haben zehn Grad plus und bei uns gibt es Spieler, die ziehen sich Handschuhe an." Er beklagte damit wohl die Einstellung einiger Akteure an dem verregneten Sonnabend.


Quelle: MZ