SV Edelweiß Arnstedt e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Verbandsliga, 28.ST (2010/2011)

SV Edelweiß Arnstedt   VfB Sangerhausen
SV Edelweiß Arnstedt 5 : 2 VfB Sangerhausen
(0 : 1)
1.Mannschaft   ::   Verbandsliga   ::   28.ST   ::   22.05.2011 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x Tobias Cramer, 2x Christian Liegmann, Christian Streit

Gelbe Karten

Thomas Vollmann, Tobias Cramer

Zuschauer

249

Torfolge

0:1 (17.min) - VfB Sangerhausen
1:1 (51.min) - Christian Liegmann
2:1 (67.min) - Christian Streit
3:1 (68.min) - Tobias Cramer
3:2 (71.min) - VfB Sangerhausen
4:2 (81.min) - Tobias Cramer
5:2 (86.min) - Christian Liegmann

Nach Pause blüht das Edelweiß

Das Derby der Verbandsliga am Sonntagnachmittag stand zunächst auf durchschnittlichem Niveau. Edelweiß fehlten im ersten Abschnitt die Ideen. Dagegen zeigte sich Sangerhausen defensiv gut organisiert und vor allem kopfballstark. So entsprang die
Pausenführung der Schützlinge von Raik Olbricht auch einer Kopfballstafette. Nach einem weiten Einwurf kam das Leder über Daniel Trautmann und Marcus Rauer zu Pascal Ibold, der keine Mühe hatte.
Da waren 17 Minuten gespielt. Am Ende hieß es aber 5:2 für die Gastgeber. Sie ließen nach dem Wechsel Ball und Gegner laufen, während bei einigen Sangerhäusern Mitte der zweiten Halbzeit mehr und mehr die Kräfte schwanden. Arnstedt antwortete nach dem Rückstand sofort. Doch beim Schuss von Stefan Horlbog hatte Christoph Schwab im Sangerhäuser Tor keine Mühe (19.). Gefährlich wurde es zwei Minuten später. Tobias Cramer hatte abgezogen und der Ball rasierte die Oberkante der Querlatte. Auf der Gegenseite musste Christian Kurth bei einem Konter gegen Kühne vollen Einsatz zeigen (25.). Dann die dickste Chance zum Ausgleich. Nach Vorarbeit von Streit brachte Christian Liegmann aus einem Meter Entfernung den Ball per Kopf nicht im Tor unter (32.). "Das war schon ein Kunststück", so Mannschaftsleiter Andreas Wendenburg. Und es ging weiter mit dem Auslassen der Chancen. Über Streit und Marcel Großmann gelangte das Leder abermals zu Liegmann. Diesmal klärte Jan Gollnow. Die letzte Gelegenheit vor der Pause hatte Lars Timpe für den VfB. Doch der Schuss brachte keine echte Gefahr.
Nach dem Wechsel ging es vor 250 Zuschauern richtig rund. Eine andere Arnstedter Mannschaft schien aus der Kabine gekommen sein. Nachdem Bettels die erste Möglichkeit im zweiten Abschnitt noch ungenutzt verstreichen ließ (47.), klappte es drei Minuten später bei Liegmann. Großmann hatte über rechts Bettels bedient und dessen verunglückten Schuss lenkte Liegmann zum 1:1 ins Netz. Cramer (52.) und Horlbog (55.) hatten weitere gute Möglichkeiten. Arnstedt dominierte jetzt, auch, weil zum Beispiel Rauer und Ibold am Tag zuvor schon 90 Minuten in Sangerhausens Zweiter zum Einsatz gekommen waren. Ibold wurde später durch Trienke ersetzt. Auch er spielte schon am Sonnabend. Das allein kann aber den Einbruch nicht erklären, zumal die Sangerhäuser jetzt auch bei Standards mehr und mehr wankten. So fiel die Arnstedter Führung nach einem Freistoß, den Cramer zunächst in die Mauer schoss. Streit versenkte den Abpraller (67.). Und vom Anstoß weg klingelte es erneut. Schuss Sebastian Schmidt, abgewehrt, Nachschuss Cramer - 3:1 (68.). Kurz darauf schöpften die Gäste noch einmal Hoffnung, als Rauer das allzu sorglose Vorgehen der Arnstedter Defensive mit dem 2:3 bestrafte (71.). Dann verpasste Meyer eine Eingabe von Chris Klarner, bevor die Edelweißen des Durcheinanders in ihrer Abwehr wieder Herr wurden. Und dann ging es nur noch in eine Richtung.
Doch die Fans mussten sich noch etwas gedulden, weil Liegmann (75., 76.) zwei Gelegenheiten nicht nutzen konnte. Doch spätestens mit Cramers Treffer, der einen Fehlpass mit dem 4:2 bestrafte (80.) war alles klar. Und dann durfte auch Liegmann noch mal jubeln. Nach Freistoß von Darmochwal köpfte er den Ball ins Netz (86.).

Mit diesem Sieg rückte Arnstedt auf Platz neun vor und empfängt am kommenden Sonnabend Spitzenreiter Sandersdorf. Das Hinspiel hatte Edelweiß 0:4 verloren. Es gibt also Motivation in Hülle und Fülle für Jonekeits Schützlinge.


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung