SV Edelweiß Arnstedt e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Verbandsliga, 12.ST (2010/2011)

SV Edelweiß Arnstedt   Romonta Amsdorf
SV Edelweiß Arnstedt 0 : 4 Romonta Amsdorf
(0 : 1)
1.Mannschaft   ::   Verbandsliga   ::   12.ST   ::   06.11.2010 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Rico Hoffmann

Rote Karten

Enrico Mania (45.Minute), Marcel Großmann (51.Minute)

Zuschauer

210

Torfolge

0:1 (21.min) - Romonta Amsdorf
0:2 (67.min) - Romonta Amsdorf
0:3 (79.min) - Romonta Amsdorf
0:4 (83.min) - Romonta Amsdorf

Am Anger gibt's viel Gesprächsstoff

Das Verbandsligaderby zwischen Edelweiß Arnstedt und dem 1. FC Romonta Amsdorf wird noch lange für Gesprächsstoff sorgen. Wohl weniger bei den Amsdorfern, denn diese gingen am Samstag mit 4:0 als Sieger vom Platz. Doch bei den Edelweißen wurde und wird sicher noch lange diskutiert, sahen sie sich doch durch Schiedsrichter Robert Päßler aus Bobbau, mal vorsichtig ausgedrückt, nicht unbedingt gerecht behandelt. Und das nicht nur wegen der Feldverweise für Enrico Mania und Marcel Großmann. Elfmeter forderten die Arnstedter, als Alex Schmidt für seinen schon geschlagenen Torwart Stephan Bärwald auf der Linie rettete. "Stimmt nicht", sagt Schmidt und zeigt, wo er den Ball hinbekommen haben will. "Ich habe es genau gesehen", kontert Michael Stock. Und ballt die Hände vorm Körper, um anzudeuten, wie Schmidt das Leder abgewehrt hat oder habe. Nur gepfiffen, gepfiffen hat Päßler da nicht.

Vielleicht, weil er es nicht sehen konnte. Oder, weil er die Situation anders bewertet hat. Bewertet als Tätlichkeit indes hat Päßler Manias Aktion unmittelbar vor der Pause. Der Arnstedter, im Kopfballduell unsanft zu Boden gegangen, schlug noch im Aufstehen Richtung Thomas Dockhorn und sah dafür Rot. "Da brauchen wir gar nicht diskutieren", so Mannschaftsleiter Andreas Wendenburg. Beim Feldverweis für Großmann (49.) schon. Hier hielten nicht wenige Päßlers Reaktion für überzogen. Und nun kommt noch einmal Michael Stock ins Spiel. "Wenn ich doch aber merke, wie der Schiedsrichter pfeift, reiße ich mich ganz besonders zusammen." Und Arnstedts Vizepräsident Lutz Kegel: "Wenn er da Rot gibt, muss er es hier auch geben." Er spielte damit auf ein Foul von Alex Schmidt gegen Thomas Vollmann kurz vor Schluss an. Geahndet wurde es mit Gelb. Nur stand es da bereits 4:0 für Amsdorf und ein Feldverweis hätte am Ergebnis wohl kaum was geändert.

Ach ja, Fußball gespielt wurde vor den über 300 Zuschauern auch noch. Mit vielen Chancen vor allem für Arnstedts Sebastian Schmidt, der aber abschlussmäßig einen schwarzen Samstag erwischt hatte. Bester Beweis: Eine Viertelstunde vor Schluss konnte er einen Abpraller aus weniger als fünf Metern Entfernung nicht im leeren Amsdorfer Tor unterbringen. Da wäre, es stand 0:2, das Spiel vielleicht noch gekippt. Zudem stand im Tor mit Stephan Bärwald ein überragender Keeper, der sich weder von Schmidt noch von Martin Weber (36.), Thomas Vollmann (60.) oder Christian Streit (75.) überwinden ließ. Die Amsdorfer, welche ihre spielerischen Defizite über Kampf und Einsatz kompensierten, waren da weit effektiver. Zum 1:0 staubte Matthias Fengler ab, als Sirko Czarnetzkis Schuss schon entschärft schien (21.). Beim 2:0 überlistete Patrik Schlegel Arnstedts Keeper Christian Kurth mit einer Bogenlampe jenseits der Mittellinie (68.).

Nachdem Fengler eine dicke Chance vergeben hatte, machte Czarnetzki nach einer Ecke (78.) und bei einem Konter (82.) alles klar. Dennoch bezeichnend: Auch mit zwei Mann weniger blieb Arnstedt gefährlich. Aber eben auch uneffektiv. Amsdorfs Trainer Ronald Wendler sagte nach dem Abpfiff: "Das Spiel hatte alles, was man von einem Derby erwartet. Vor allem auch viel Emotionen."


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung